IIOT

IIoT: Industrial Internet of Things

Wie sicher ist IIoT und die Cloud und warum sollten Unternehmen es nutzen?

Das Industrial Internet of Things (IIoT) ist die Verknüpfung von Maschinen und Geräten mit dem Internet. Ziel ist es häufig, Produktionsprozesse in Unternehmen zu optimieren und somit Zeit,Kosten und Ressourcen einzusparen. Durch IIoT wird es möglich, Daten in Echtzeit zu erfassen und anschließend auszuwerten. So können Unternehmen ihre Produktivität steigern und Kosten reduzieren. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile das IIoT hat und wie Sie Ihre Daten schützen können.

Was bedeutet der Begriff IIoT?

Die Implementierung des Industrial Internet of Things (IIoT) ist für Unternehmen ein wichtiger Schritt, um sich im heutigen Geschäftsumfeld zu behaupten. Durch die Verknüpfung von physischen und digitalen Systemen erhalten Unternehmen Einblicke in ihre Produktionsprozesse, die sie zuvor nicht hatten. Daten, die durch IIoT-Technologien gesammelt werden, können genutzt werden, um Prozesse zu optimieren und in Echtzeit auf Störungen zu reagieren. 

Zusätzlich bietet das Konzept die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und bestehende Modelle weiterzuentwickeln. Durch die Nutzung von Sensoren und anderen Technologien können Unternehmen neue Dienstleistungen anbieten, die auf den Bedürfnissen ihrer Kunden basieren. Beispielsweise kann ein Hersteller von Windkraftanlagen seinen Kunden eine Dienstleistung anbieten, bei der er regelmäßig die Leistung der Anlage überwacht und bei Bedarf Wartungsarbeiten durchführt.

Unterschiede von IoT und IIoT

Internet of Things und Industrial Internet of Things  sind zwei Begriffe, die oft in ähnlichen Zusammenhängen verwendet werden. Aber was genau ist der Unterschied zwischen beiden Konzepten? 

Der Hauptunterschied ist die Art der Geräte, mit denen sie arbeiten. IoT ist in erster Linie für Verbrauchergeräte bestimmt, während IIoT hauptsächlich für industrielle Anwendungen entwickelt wurde. Zu den Geräten, die unter IoT fallen, gehören Smartphones, Smart TVs, Smart Watches und Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen. 

IIoT-Geräte sind solche, die in einem industriellen Umfeld eingesetzt werden, zum Beispiel Fertigungsstraßen, Flugzeuge oder Kraftwerke.

Entscheidenden Faktoren

Die Hauptunterschiede zwischen IoT und IIoT sind in ihren Anwendungsfällen und den entscheidenden Faktoren begründet. Während das Internet der Dinge allgemein auf die Vernetzung von Geräten abzielt, hat das Industrielle Internet der Dinge einen spezifischen Fokus auf die Verbesserung der Effizienz und Produktivität in der Industrie. Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist, dass IIoT-Geräte in der Regel höhere Anforderungen an die Kompatibilität, Zuverlässigkeit und Sicherheit haben.

Die folgende Tabelle vergleicht die Anwendungsfälle von IoT und IIoT:

KategorieIoTIIoT
Allgemeine ZieleVernetzung von GerätenVerbesserung der Effizienz und Produktivität in der Industrie
BeispielanwendungenSmart Home, Wearables, Connected CarPredictive Maintenance, Lieferkettentransparenz, Remote Monitoring
KompatibilitätsanforderungenNiedrigHoch
ZuverlässigkeitsanforderungenNiedrigHoch
SicherheitsanforderungenNiedrigHoch

Was bedeutet IIoT für die Fertigung und Produktion?

Die Produktion ist einer der Bereiche, in denen IIoT am stärksten Einfluss nehmen kann. Durch die Vernetzung von Maschinen und Anlagen können Produktionsabläufe optimiert und Fehlerquellen minimiert werden. So können beispielsweise Störungen schneller erkannt und behoben werden, was die Produktivität steigert. Auch die Qualität der Produkte kann verbessert werden, da fehlerhafte Teile schneller erkannt und ausgetauscht werden können. 

IIoT kann also dazu beitragen, die Produktivität zu steigern und die Qualität der Produkte zu verbessern. Dies ist insbesondere für Unternehmen wichtig, die in internationale Märkte expandieren wollen. Denn nur wer konkurrenzfähig ist, hat eine Chance auf dem globalen Markt.

 

In der industriellen Fertigung wird in den letzten Jahren immer intensiver über das Internet der Dinge diskutiert. Auch die Bezeichnung “Industrie 4.0” ist in aller Munde. Doch was steckt eigentlich genau dahinter und welche Rolle spielt die Produktion bei diesem digitalen Wandel? 

Die Abkürzung IIoT bezeichnet den Trend, Geräte und Maschinen in Fabriken und anderen Betrieben miteinander zu vernetzen und so Informationen austauschen zu lassen. Durch diese Vernetzung können Prozesse automatisiert und optimiert werden. So lässt sich beispielsweise die Wartung von Anlagen planen, bevor eine Störung auftritt.

IIoT und Kunststoffproduktion

Das Konzept Industrial IoT ist schon länger im Gespräch. In der Praxis hat es sich jedoch erstaunlicherweise noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Dabei könnte die Technologie vor allem in der Fertigung von Kunststoff eine große Rolle spielen. Wie das genau funktioniert und welche Vorteile es bringt, erklären wir hier.

 

Die Kunststoffindustrie ist einer der Sektoren, in denen das Internet der Dinge (IoT) am meisten Einfluss hat. Die Einführung von vernetzten Geräten und Sensoren in die Produktionsprozesse ermöglicht es Unternehmen, die Qualität ihrer Produkte zu verbessern und die Effizienz ihrer Betriebsabläufe zu steigern. 

 

Eine neue Studie von MarketsandMarkets prognostiziert, dass das IoT in der Kunststoffindustrie bis 2025 um 19,4% pro Jahr wachsen wird. Diese beeindruckende Wachstumsrate ist auf die zunehmende Nachfrage nach vernetzten Geräten und Sensoren in der Kunststoffproduktion sowie die steigenden Investitionen in Forschung und Entwicklung im Bereich des IIoT zurückzuführen. 

 

Bisher haben sich viele Kunststoffunternehmen noch nicht vollständig auf IIoT eingestellt. Viele Betriebe verfügen jedoch über die notwendige Infrastruktur, um IIoT-Technologien einzusetzen. Dazu gehören vernetzte Geräte und Sensoren, robuste Datennetze sowie fortschrittliche Analyse- und Reporting-Tools. 

Wenn Sie sich fragen, wie IIoT Ihre Kunststoffproduktion verbessern kann, sind hier einige Beispiele:

  1. Verfügbarbeit – Reduzierung von Downtimes: Durch die Einführung vernetzter Geräte und Sensoren in den Produktionsprozess können Unternehmen produktionsbedingte Ausfälle frühzeitig erkennen und beheben, bevor sie zu langen Betriebsunterbrechungen führen. Die benötigte die Gesamtproduktionszeit wird somit reduziert und die Effizienz des Betriebs gesteigert. 
  2. Qualität – Verbesserte Qualitätskontrolle: Vernetzte Geräte ermöglichen es Unternehmen, produktionsbedingte Fehler zu erkennen und zu beheben. Dies führt zu höherer Produktqualität und geringerem Ausschuss. 
  3. Leistung – Erhöhte Produktionsgeschwindigkeit: Um die Produktionsleistung zu steigern, gilt es das Produktionsvolumen bzw. den Durchsatz zu erhöhen. Durch den Einsatz von IIoT werden Potentiale der Leistungssteigerung vollumfänglich transparent und Maßnahmen zur Leistungssteigerung können zielgerichtet  eingeleitet werden. 

Bottomline: Der Einsatz von IIoT unterstützt effektiv bei der Steigerung der eigenen OEE.

Vernetzte Geräte helfen produzierenden Unternehmen dabei, effizient Maschinenausfallzeiten zu minimieren, die gewünschte Produktqualität konstant zu erreichen und ihre Produktionsleistung zu optimieren. Zusammengenommen sind viele kommerziell erwerblichen IIoT-Lösungen moderne Werkzeuge, die Unternehmen dabei helfen, Ihre Overall Equipment Effectiveness (OEE) zu steigern. 

Vorteile und Grundvoraussetzungen von IIoT

Die Vorteile des Industrial Internet of Things (IIoT) sind vielfältig. Durch die Vernetzung von Maschinen und Anlagen können Produktionsprozesse optimiert, Instandhaltungsmaßnahmen rechtzeitig durchgeführt und Ausfallzeiten minimiert werden. Zudem ermöglicht das Industrial Internet of Things eine bessere Ressourcenplanung sowie eine effizientere Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen. 

 

Allerdings birgt das Industrial Internet of Things auch einige Grundvoraussetzungen, ohne die IIoT-Projekte nicht umgesetzt werden können. Zum einen benötigen so gut wie alle IIoT-Initiativen eine stabil saufende IT-Infrastruktur. Für erstaunlich viele produzierende Unternehmen stellt dieser Punkt selbst heute noch eine Herausforderung dar. Die Planung und Umsetzung von IIoT-Projekten kann hier dabei helfen blinde Flecken der IT-Infrastruktur aufzudecken und Sicherheitsrisiken unterschiedlicher Art neu zu bewerten.

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